
Was können wir von Pilzen und ihrer Lebensweise lernen?
Pilze lehren uns über Kommunikation, Zusammenarbeit und über das Teilen von Ressourcen. Dieses Projekt erforscht Mykologie und Somatik, um uns wieder mit der Natur und uns selbst zu verbinden und unserer Verflechtung zum Ökosystem Wald spüren zu lassen. Indem wir die uralte Weisheit des Myzels erforschen, fragen wir uns, was wir von ihm lernen können. Das Verhalten der Pilze verkörpert queere und feministische Werte: Zusammenarbeit, Symbiose, Gleichgewicht und Teilen ersetzen Hierarchien, Unterdrückung, Ausbeutung und Ungerechtigkeit.
Projektpartner*innen:
Naturmuseum Südtirol
Projekt vorgeschlagen von:
Barbara Gamper, Alessandra Senettin
Projekt finanziert von:
Autonome Provinz Bozen, Stadtgemeinde Meran, Naturmuseum Südtirol
Entdecke, wie Workshops und Spaziergänge zu Ökologie und interspezifischem Feminismus aussehen können.
Hotel Amazonas im Sarntal und Alt Alm im Vinschgau
An zwei wunderbaren Tagen des Lernens, Seins und Wahrnehmens durchstreiften wir Südtirols Wälder mit der erfahrenen Mykologin Alessandra Senettin, die uns Welten eröffnete, indem sie jeden einzelnen Pilz, den wir fanden, benannte und beschrieb. Wir untersuchten Stapel verschiedener Pilzarten und rochen an ihren Düften: haben Sie schon einmal Knoblauch oder Marzipan in Pilzen gerochen? Mit der Künstlerin und Performerin Barbara Gamper analysierten wir die Physiologie und Funktion des Myzels und verglichen es mit dem menschlichen Nervensystem. Wir haben uns kollektiv durch die verschiedenen Arten von Reizen aktiviert, die die sensorischen Neuronen in unserem Körper aufnehmen. Wir erforschten das Hören durch unsere Fingerspitzen und Finger, die zu Hyphen werden, die auf andere Hyphen treffen. Was geschieht bei der Berührung? Was wird geteilt und was bewegt uns? Wie sind wir miteinander und mit der Natur verbunden?
In einem Stück Wald in der Nähe von Deutschnofen im Eggental
In der dritten Iteration von Think Like Mycelium widmeten wir uns dem Thema Saprotrophismus: Wie können wir alle im Alltag “saprotropher” handeln? Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewusstsein für Verantwortung zu schaffen – und vor allem ein Gefühl der Ermächtigung: Wie beeinflussen koloniale und kapitalistische Strukturen die Art und Weise, wie wir unseren Körper und die Erde bewohnen? Wie gestalten wir Beziehungsarbeit – vom individuellen Selbst über die Gemeinschaft bis hin zur Umwelt? Im Zentrum dieses Workshops steht die Dekolonialisierung von Körper und Natur, eingebettet in einen politisierten somatischen Ansatz.
Was können wir von Pilzen und ihrer Lebensweise lernen?
Pilze lehren uns über Kommunikation, Zusammenarbeit und über das Teilen von Ressourcen. Dieses Projekt erforscht Mykologie und Somatik, um uns wieder mit der Natur und uns selbst zu verbinden und unserer Verflechtung zum Ökosystem Wald spüren zu lassen. Indem wir die uralte Weisheit des Myzels erforschen, fragen wir uns, was wir von ihm lernen können. Das Verhalten der Pilze verkörpert queere und feministische Werte: Zusammenarbeit, Symbiose, Gleichgewicht und Teilen ersetzen Hierarchien, Unterdrückung, Ausbeutung und Ungerechtigkeit.
Projektpartner*innen:
Naturmuseum Südtirol
Projekt vorgeschlagen von:
Barbara Gamper, Alessandra Senettin
Projekt finanziert von:
Autonome Provinz Bozen, Stadtgemeinde Meran, Naturmuseum Südtirol
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An zwei wunderbaren Tagen des Lernens, Seins und Wahrnehmens durchstreiften wir Südtirols Wälder mit der erfahrenen Mykologin Alessandra Senettin, die uns Welten eröffnete, indem sie jeden einzelnen Pilz, den wir fanden, benannte und beschrieb. Wir untersuchten Stapel verschiedener Pilzarten und rochen an ihren Düften: haben Sie schon einmal Knoblauch oder Marzipan in Pilzen gerochen? Mit der Künstlerin und Performerin Barbara Gamper analysierten wir die Physiologie und Funktion des Myzels und verglichen es mit dem menschlichen Nervensystem. Wir haben uns kollektiv durch die verschiedenen Arten von Reizen aktiviert, die die sensorischen Neuronen in unserem Körper aufnehmen. Wir erforschten das Hören durch unsere Fingerspitzen und Finger, die zu Hyphen werden, die auf andere Hyphen treffen. Was geschieht bei der Berührung? Was wird geteilt und was bewegt uns? Wie sind wir miteinander und mit der Natur verbunden?
In einem Stück Wald in der Nähe von Deutschnofen im Eggental
In der dritten Iteration von Think Like Mycelium widmeten wir uns dem Thema Saprotrophismus: Wie können wir alle im Alltag “saprotropher” handeln? Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewusstsein für Verantwortung zu schaffen – und vor allem ein Gefühl der Ermächtigung: Wie beeinflussen koloniale und kapitalistische Strukturen die Art und Weise, wie wir unseren Körper und die Erde bewohnen? Wie gestalten wir Beziehungsarbeit – vom individuellen Selbst über die Gemeinschaft bis hin zur Umwelt? Im Zentrum dieses Workshops steht die Dekolonialisierung von Körper und Natur, eingebettet in einen politisierten somatischen Ansatz.